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„Wiesen, Borstgrasrasen und Heiden bei Sistig“


"Auf der Quarzit-Hochfläche zwischen Sistig und Krekel haben sich, außerhalb von Aufforstungen, mehrere isolierte Heidekomplexe als Reste des im 19. Jahrhundert noch ausgedehnten Heidegebietes erhalten. Die Lebensräume der Heiden wechseln kleinflächig: Erica- und Calluna-Heiden, Borstgrasrasen und Magergrünland sind eng miteinander verzahnt. Daran schließen sich, teilweise großflächig, montane Magerwiesen (Arrhenatherion und Trisetion), an. Weiterhin sind gut strukturierte Hecken-Magergrünland-Bereiche wie auch Feuchtwiesen und Seggenriede vorhanden. Der Großteil der Lebensräume ist durch extensive Nutzung (Mahd, Beweidung) geschaffen worden und im Erhalt seiner Ausprägung von der Weiterführung der Bewirtschaftung abhängig.

Die Borstgrasrasen der Heidebereiche sind meist kleinflächig, teils aber in hervorragender und vielfältiger Ausprägung vorhanden. Calluna- und Erica-Heiden weisen bei ebenfalls kleinräumiger Strukturierung das typische Arteninventar auf. Alle drei Lebensraumtypen der Heide sind für den Naturraum Rureifel hochrepräsentativ. Dies gilt auch für die grossflächig verbreiteten Magerwiesen, die teils als Goldhafer-, teils als Glatthaferwiesen meist gut bis sehr gut ausgeprägt sind. Das Gebiet enthält eine Vielzahl z.T. seltener gefährdeter Pflanzenarten. Vorrangige Entwicklungsziele sind die Erhaltung und Wiederherstellung der Heide- und Magerrasenlebensräume, damit sie ihre Funktion als Ausbreitungszentrum für seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen ungeschmälert erfüllen können. Die Mähwiesen sind in ihrer Ausprägung zu sichern und durch angepasste Nutzung zu erhalten. Die großflächigen Lebensraumkomplexe der Sistiger Heide spielen eine wichtige Rolle im landesweiten Biotopverbund (www. naturschutzinformationen-nrw.de)."

lupe_kallDas Projektgebiet in der Gemeinde Kall