Mit Unterstützung des Umweltförderprogramms LIFE+ der Europäischen Union

Aktuelles Seite drucken

„Baasemer Wald“


"Das Gebiet "Baasemer Wald" ist ein auf der silikatischen Hochfläche der Eifel zwischen Baasem und Berk gelegener Komplex aus relativ großflächigen Borstgrasrasen, feuchten Heideflächen und Berg-Mähwiesen eingestreut in ausgedehnte Fichtenforste. Es sind Reste der um die Jahrhundertwende noch grossflächig vorhandenen Heideflächen.

Die Fläche stellt den heute noch erhaltenen Kernraum der ehemals großflächig ausgeprägten Heide- und Hutungsflächen zwischen Baasem und Berk dar. Besonders die hervorragend ausgeprägten Borstgrasrasen mit ihren zahlreichen nutzungs- und standortsbedingten Varianten und ihrer vollständig erhaltenen Artenausstattung - mit dem Vorkommen mehrerer im Rheinischen Schiefergebirge fast erloschener Arten - sind herauszustellen. Weiterhin finden sich ausgedehnte Berg-Mähwiesen mit charakteristischer Artenzusammensetzung und sehr gutem, zum Teil hervorragendem Erhaltungszustand. Innerhalb der Forstflächen liegen mehrere Feuchtheiden mit landschaftstypischer Vegetation, von denen die größte Fläche in hervorragendem Pflegezustand ist.

Weiterhin besonders hervorzuheben ist das mehrfache Vorkommen der Weisszüngel-Orchidee in den Borstgrasrasen und Heidegebieten, von der im gesamten weiteren rheinischen Schiefergebirge heute nur mehr zwei Nachweise bekannt sind.

Vorrangiges Ziel ist der Erhalt und die Optimierung der Reste eines landschaftstypischen Biotopkomplexes aus Feuchtheiden, Borstgrasrasen, Magerwiesen- und -weiden mit ihren landesweit bedeutenden Artvorkommen. Die Wiederherstellung der Feuchtheiden in nassen Fichtenaufforstungen, die ein entsprechendes Entwicklungspotential haben, ist ein weiteres Teilziel im Gebiet "Baasemer Wald". Das Gebiet stellt heute einen der wichtigen Kernräume der Borstgrasrasen-Vorkommen der Eifel dar und muß als wichtiges Wiederbesiedlungs- und Ausbreitungszentrum für gefährdete Arten der Borstgrasrasen angesehen werden (www.naturschutzinformationen-nrw.de)."

lupe_dahlemDas Projektgebiet "Baasemer Wald" in der Gemeinde Dahlem

 

„Heidemoor am Moorbach“


"Das Gebiet östlich von Dahlem bildet zusammen mit dem Heidemoor und dem Hochmoor am Heidenkopf (in DE-5605-302) die einzigen Lebensräume dieser Art im Kreis Euskirchen. Es besteht aus einem wertvollen Biotopkomplex mit gut ausgebildeten Heidemoorflächen, Torfmoosbeständen und Faulbaumgebüschen sowie dem nährstoffarmen Moorbach mit kleinem Erlenbruchwald. Ein durch Anstauung des Moorbaches entstandenes dystrophes Gewässer hat sich naturnah entwickelt. Unterhalb von diesem liegt eine grössere Heidemoorfläche. Der gesamte Komplex liegt in einem ausgedehnten Fichtenforst. Der zentrale Teil ist im Zuge einer abgeräumten Windwurffläche von alten Fichten befreit worden. Hier hat sich das Heidemoor z. T. schon gut regeneriert.

Das Heidemoor am Moorbach ist eines der wenigen Moorvorkommen in der östlichen Silikateifel. Das durch Fichtenanpflanzung stark überformte Heidemoor besitzt noch ein hohes Entwicklungspotential, da das typische Artenspektrum noch vorhanden ist. Es hat sich in den von Fichten freigestellten Flächen gut regeneriert (http://www.naturschutzinformationen-nrw.de)"

dahl.heidek.gromitDas Projektgebiet "Heidemoor am Moorbach" (Wasserdell)

 

„Dahlemer Binz“


"Die Dahlemer Binz ist ein sehr komplexes, abwechslungsreich strukturiertes Gebiet mit einer sehr hohen Dichte an wertvollen naturnahen FFH-Biotoptypen und Vorkommen zahlreicher gefährdeter Pflanzenarten am Flugplatz Dahlemer Binz. Kleingekammerte Calluna-Heiden und Borstgrasrasen sowie Heideweiher mit reicher Schwimmblatt- und Röhrichtvegetation im Verlandungsbereich sind durch Brachflächen verbunden.

Die Borstgrasrasen sind überwiegend hervorragend ausgeprägt. Die Heiden sind, durch ihren sehr guten Erhaltungszustand, ebenfalls als repräsentativ für den Naturraum anzusehen. Die Weiher schliesslich sind in ihrer Vegetationszonierung bisweilen modellhaft ausgeprägt.

Primäres Ziel ist die Erhaltung und Wiederentwicklung der Borstgrasrasen und Heiden durch Entbuschung und extensive Mahd sowie die Erhaltung der Röhricht- und Schwimmblattgesellschaften in den Weihern durch Sicherung des Wasserregimes und Gewässerreinhaltung (http://www.naturschutzinformationen-nrw.de)".

dahl.binzgro.mit.detDas Projektgebiet "Dahlemer Binz"