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Anfängliche Skepsis ist der Freude über neugestaltete Natur und Landschaft gewichen

Das LIFE+ Projekt "Allianz für Borstgrasrasen" und die Gemeinde Hellenthal präsentierten bei einer Wanderung mit Picknick am Sonntag dem 15. Oktober die Ergebnisse im Projekt-Teilgebiet „Manscheider Bachtal und Paulushof“ und eröffneten somit einen Rundweg zur Erkundung der nun offenen Landschaft.

Bei „Kaiserwetter“ ließen sich über 60 Gäste informieren. Familien aus dem Ländchen, Unternehmer, die für das LIFE-Projekt gearbeitet haben und Landwirte, die zukünftig die Flächen bewirtschaften werden, begleiteten Bürgermeister Rudolf Westerburg und Mitarbeiterinnen der Biologischen Station.

Interessiert lassen sich die Gäste von Marita Müller-Ahrens und Marietta Schmitz von der Biologischen Station und Bürgermeister Rudolf Westerburg informieren (Bildautor: M. Schulze)

„Ich war ja zu Beginn der Fällarbeiten im Wald sehr skeptisch, aber jetzt gefällt es mir gut!“ so eine Bewohnerin aus dem „Ländchen“. Sie kann sich noch gut an die Anfänge des Projektes vor vier Jahren erinnern, als mit großen Maschinen die Fichten auf den Flächen geerntet wurden und nach dem Mulchen ein „großer, brauner Acker“ zu sehen war.

Nun sind die Wiesen und Weiden soweit hergestellt, dass sich besondere Pflanzen und Tiere ansiedeln. Die Flächen sind an Landwirte verpachtet, die hier mit Schafen beweiden oder „Heu machen“. Ein kurzer Rundweg mit einem Pfad als Einstieg von K61 zwischen Oberschömbach und Schmidtheim ist eingerichtet. Dieser wird mit Zusatzinformationen im Wanderroutenplaner der Nordeifel Tourismus GmbH beschrieben. Im Gelände selbst und an der Grillhütte Hecken gibt es Tafeln, die zum Projekt informieren.

Birkenüberstandene Heidebereiche, Bergmähwiesen und der wunderbare Fernblick ins Ländchen und darüber hinaus können zukünftig von Bänken, die im „Projektstil“ angefertigt worden sind, genossen werden.

Bürgermeister Westerburg betonte, dass es für die Gemeinde wichtig ist, neben dem finanziellen Ausgleich für das „zur-Verfügung-stellen“ der ehemaligen Forste zu Naturschutzzwecken, auch einen touristischen Mehrwert aus dem Projekt zu ziehen. Die erfolgreiche Umsetzung hier im Ländchen begründet sich wesentlich in der guten Kooperation von Biologischer Station, Gemeinde und Anwohnern. Insbesondere durch die günstige Verpachtung der gemeindeeigenen Flächen konnten schnell Landwirte gefunden werden, die hier zukünftig naturschutzorientiert wirtschaften werden.

Zu Fuß, mit Fahrrad, im Kinderwagen - insbesondere Anwohner aus dem Ländchen wollten die Eröffnung des Rundweges miterleben
(Bildautor: L. Peter)